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BITTERSTOFFE - EINE UNTERSCHÄTZE GESUNDHEITSQUELLE

BITTERSTOFFE FÜR DIE GESUNDHEIT

VON: ANNE TEWS (praktikantin im 360 health lab)


Was verbindest du mit einem bitteren Geschmack? Verbindest du den Geschmack mit Lebensmitteln, die du gerne isst oder geht es dir wie mir und du kannst dem Geschmack nichts abgewinnen?

Die Süße, als Gegensatz zu den Bitterstoffen, wird von den meisten Menschen gerne gegessen. Der Ursprung findet sich in den Lebensumständen unserer Vorfahren. Früher mussten sich die Menschen auf ihren Geschmack und ihre Sinne verlassen, um giftige Lebensmittel zu erkennen. Den süßschmeckenden Pflanzen wurde Vertrauen geschenkt, denn die Wahrscheinlichkeit war gering, dass diese giftig waren. Ganz im Gegensatz zu den Pflanzen die Bitterstoffe enthielten. Pflanzen produzieren diese Stoffe, um Schädlinge fernzuhalten. So schreckten auch die Menschen vor den Pflanzen zurück, denn diese waren oft ungenießbar und hochgiftig. Trotzdem aßen die Menschen früher viele Bitterstoffen und profitierten von Ihren gesundheitlichen Wirkungen.

ABER WIE SIEHT ES HEUTE AUS?


In den letzten Jahrzehnten wurden die meisten Bitterstoffe aus den Pflanzen herausgezüchtet. Ein Beispiel dafür sind die Kürbisgewächse, zu denen der Speisekürbis oder die Zucchini gehören. Diese waren ungenießbar und giftig. Durch das Herauszüchten können wir diese zwar bedenkenlos essen, aber dadurch ist der Anteil von Bitterstoffen in Gemüse heute nur noch gering.

 

Hinzu kommt, dass sich unser Geschmack verändert hat. Dafür sorgen Zusatzstoffe, Salz, Zucker und Geschmacksverstärker, die heute in vielen Lebensmitteln zu finden sind. Durch die nur noch geringe Aufnahme von Bitterstoffen konsumieren wir tendenziell mehr süße Lebensmittel. Das liegt an unseren Geschmacksknospen auf unserer Zunge. Beanspruchen wir dort größtenteils die Geschmacksnerven, die für die Süße verantwortlich sind, reagiert dein Körper empfindlich auf bittere Lebensmittel und hat kein Verlangen mehr auf bittere Stoffe.

 

DIE GUTE NACHRICHT: DU KANNST DEINEN GESCHMACK VERÄNDERN


Unsere Zunge hat für alle 5 Geschmacksrichtungen süß, salzig, sauer, bitter und umami Rezeptoren auf der Zunge. Essen wir etwas werden die entsprechenden Geschmacksknospen aktiviert und leiten einen Reiz an das Gehirn weiter. Unsere Geschmacksknospen sollen herausfinden, ob das Essen schädlich oder gut für uns ist.

 

Unsere Abneigung gegen Bitterstoffe ist von unserem Körper somit auch eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme. Indem du nun aber wieder vermehrt auf die Aufnahme von Bittestoffen achtest, kannst du dich an deren Geschmack gewöhnen und hast weniger Lust auf süßschmeckende Lebensmittel.

 

DIE POSITIVEN EIGENSCHAFTEN VON BITTERSTOFFEN


Die unzähligen positiven Eigenschaften von Bitterstoffen 

VERDAUUNG

Die Bitterstoffe regen Bitterstoffrezeptoren auf den Geschmacksknospen an und dadurch wird einiges im Körper in Gang gesetzt.

 

Zuerst einmal werden die Speichel- und Magensekretion angeregt. Dadurch wird im Magen das Hormon Gastrin ausgeschüttet, welches die Verdauung erleichtert und Verdauungsbeschwerden vorbeugt. Der Körper wird dabei unterstützt die Nahrung gründlicher und schneller zu verwerten, denn die Bitterstoffe regen auch die Sekretion von Verdauungssäften und Verdauungsenzymen an. Das gesamte Verdauungssystem wird unterstützt und sorgt somit für eine allgemeine Körpergesundheit, für die ein gesunder Darm unabdingbar ist. 

ENTGIFTUNG

Schadstoffe und Stoffwechselendprodukte können nur vollständig ausgeschieden werden, wenn wir ein gesundes Verdauungssystem haben. Die Bitterstoffe unterstützen die Leber beim Entgiften und Stoffwechselabfälle und Schadstoffe werden besser abtransportiert. Die Gallenflüssigkeit wird angeregt und die Fettverdauung wird angekurbelt. So werden Fette aus der Nahrung schneller und effektiver abgebaut.

HEISSHUNGER KONTROLLIEREN UND SÄTTIGUNG FÖRDERN

Bitterstoffe sind nicht das Allheilmittel beim Abnehmen, aber sie können dich unterstützen deinen Heißhunger zu regulieren. Bitterfreie süße Lebensmittel machen immer mehr Lust auf mehr Süßes und da ist schnell einmal die Tafel Schokolade aufgegessen. So wird durch Bitterstoffe der Heißhunger auf Süßes gesenkt und du kannst wieder ein Gleichgewicht herstellen. Durch die zusätzliche Sekretion von Verdauungssäften haben wir schneller das Gefühl satt zu sein und essen somit weniger. Interessanterweise wirken Bitterstoffe auch appetiterregend, aber nur wenn dir durch eine Erkrankung oder Schwäche der Appetit ausbleibt. 

PASSENDE LEBENSMITTEL

KATEGORIE LEBENSMITTEL
Gemüse Artischocken, Brokkoli, Rosenkohl, Aubergine, Fenchel, grüne Paprika, Kohl
Salate Rucola, Radicchio, Chicorée
Obst Grapefruit, Pomelo, Orangen
Wildpflanzen

Löwenzahn, Gänseblümchen, Schafgrabe, Spitzwegerich, Gundermann, Giersch, Knoblauchrauke

Gewürze

Ingwer, Kurkuma, Salbei, Basilikum, Rosmarin, Liebstöckel

Genussmittel

Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Kakao, Zartbitterschokolade

FAZIT


Wie du siehst sind Bitterstoffe ein echter Allrounder und es ist ziemlich schade, dass diese in unserer täglichen Ernährung kaum noch vorkommen. Was also kannst du tun? Lebensmittel enthalten in geringen Maßen immer noch Bitterstoffe und haben somit viele positive Eigenschaften. Du kannst aber auch Bitterstoffe in der Apotheke kaufen und sie in Tropfenform aufnehmen. Diese bestehen aus Heilkräutern und Pflanzen und können im Alltag einfach angewendet werden. Ein paar Tropfen auf die Zunge vor dem Essen oder bei dem Gefühl des Heißhungers und du tust deinem Körper etwas Gutes.

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